[Bild: Aktuelle News von zebis!]
Die Themen:
  • "50 Jahre Pacem in terris"
  • Berliner Werkstattgespräch
  • Friedensethischer Einführungskurs für Militärseelsorger

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie mit unserem zweiten Newsletter 2013 sowohl auf zurückliegende als auch bald anstehende Veranstaltungen aufmerksam zu machen!

So können wir erfreut auf die Veranstaltung "Vision oder Illusion - 50 Jahre Pacem in terris" zurückblicken, zu der sich vom 09.-10. April 2013 ca. 100 Teilnehmer in der Katholischen Akademie Berlin einfanden. Dr. Jörg Lüer (Justitia et Pax), Dr. Veronika Bock (zebis) und LWissDir i.K. Lothar Bendel (Katholisches Militärbischofsamt) stellten ein Programm zusammen, das nicht nur die historisch-kulturelle Dimension der Enzyklika beleuchtete, sondern auch deren aktuelle Bedeutung.

Vom 25.-27. Februar 2013 trafen sich in der Katholischen Akademie Sozialethikerinnen und Sozialethiker des deutschsprachigen Raums zu ihrem traditionellen Berliner Werkstattgespräch. Inspiriert durch das 50-jährige Jubiläum der Enzyklika "Pacem in terris" widmeten sie sich der Thematik "Christliche Friedensethik vor den Herausfoerderungen des 21. Jahrhunderts."

Des Weiteren laufen die Vorbereitungen für den Friedensethischen Einführungskurs für Militärseelsorger aus dem In- und Ausland vom 17.-21. Juni 2013 bereits auf Hochtouren. Als Schwerpunkt der Expertenvorträge und Arbeitsgruppen wurde dieses Jahr folgendes Thema gewählt: "Wo steht christliche Friedensethik heute - 50 Jahre nach Pacem in terris?".

Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung. Sie erreichen uns per Email unter info@zebis.eu, auf Facebook, über unser Kontaktformular oder telefonisch unter 040/ 67 08 59 51.

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

Ihr zebis-Team
"50 Jahre Pacem in terris"
Kirchliches Friedenshandeln zwischen Vision und Illusion


Johannes XXIII. schrieb Pacem in terris in eine gefährdete Zeit hinein: Die Welt wurde beherrscht von der Bedrohung des Kalten Krieges, die Menschen fürchteten sich vor einem Nuklearkrieg. Heute bestimmen andere Sorgen das Leben der Menschen. Gibt es dennoch eine bleibende Bedeutung der Friedensenzyklika?

Diese Frage bewegte die ca. 100 Gäste der Veranstaltung "50 Jahre Pacem in terris - Kirchliches Handeln zwischen Vision und Illusion" vom 09. bis 10. Aoril 2013 in der Katholischen Akademie Berlin. Dr. Jörg Lüer (Justitia et Pax), Dr. Veronika Bock (zebis) und LWissDir i.K. Lothar Bendel (Katholisches Militärbischofsamt) stellten ein Programm zusammen, das nicht nur die historisch-kullturelle Dimension der Enzyklika beleuchtete, sondern auch deren aktuelle Bedeutung aufzeigte.


Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch eine beeindruckend inszenierte Lesung von Auszügen aus Pacem in Terris in der Berliner Kapelle der Versöhnung. Umrahmt vom Jazzduo „Jürgen Hahn – Lars Gühlcke“ ließen Anna Thalbach und Heikko Deutschmann an diesem Ort konkreter und geglückter Friedensarbeit den Text durch ihre künstlerische Ausdruckskraft lebendig werden.

Den politischen Hintergrund und die unmittelbare Wirkungsgeschichte der Enzyklika zeigte Prof. Dr. Thomas Brechenmacher (Universität Potsdam) auf. Eine historische Bilanz zu Pacem in terris ist ihm nach weniger eine Annäherung der Kirche an den Kommunismus im Osten, sondern vielmehr ihre endgültige Ankunft im westlichen Wertekanon der Menschenrechte.
Den Sprung von der Geschichte in die Gegenwart vollzog daraufhin Prof. Dr. Heiner Bielefeld (Universität Erlangen-Nürnberg). In seinem Vortrag verdeutlichte er die aktuelle Bedeutung von Pacem in terris. Er stelle heraus, dass das Konzept der Menschenrechte zwar gegenwärtig nicht offen angegriffen wird, die Menschenrechte jedoch mehr denn je in der Gefahr stehen, relativiert zu werden. Verwurzelt in der theologischen Tradition der Enzyklika, sieht er die Aufgabe der katholischen Kirche darin, solchen Bestrebungen entgegenzutreten. Auch der Begründungszusammenhang zwischen Menschenwürde und Menschenrechten muss gerade heute immer wieder hergeleitet und verteidigt werden.
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Dr. Bernhard Vogel (Konrad-Adenauer-Stiftung) und Markus Meckel (Außenminister a.D., DDR) wurden am Nachmittag biographische Perspektiven auf die Zeitgeschichte geworfen. Während Dr. Vogel von der Konzilszeit und seiner begeisterten Lektüre von Pacem in terris zu berichten wusste, stellte Herr Meckel einen interessanten Zusammenhang zwischen der Entstehung der Enzyklika, seiner Zeit als Oppositioneller in der DDR und dem Fall der Berliner Mauer her.

Zum Abschluss der Tagung diskutierte Reinhard Kardinal Marx (Erzbischof von München und Freising) in seinem Beitrag "Kirche als Friedensaktuer. Teil des Problems oder Teil der Lösung?" selbstkritisch die Rolle der Kirche in Friedens- und Konfliktprozessen. Er führte dabei aus, dass die Kirche weder auf die eine noch auf die andere Rolle zu reduzieren ist, sondern Problem und Lösung zugleich darstellt. Da sie niemals über der Zeit, über sozialen Strukturen und über den Menschen trohnt, ist die Kirche stets in die verschiedenen Sozialgefüge eingebunden. Das Volk Gottes ist damit zahlreichen Versuchungen ausgesetzt und vermag ihnen nur allzu oft nicht widerstehen. Gleichzeitig stellt sie aber auch eine Lösung dar, denn die Kirche hat nicht eine Friedenslehre, sondern ist selbst Friedenslehre. Vorallem die Botschaft von Vergebung und Versöhnung untereinander und mit Gott vermag Wege des Friedens zu eröffnen, ohne sich hierbei bedingungslos an ein starres Opfer-Täter-Schema zu halten. Paradigmatisch hierfür erwähnte Kardinal Marx das Wort der polnischen Bischöfe an die deutschen Bischöfe im Jahr 1965: "Wir vergeben und bitten um Vergebung".


Einen ausführlichen Bericht dazu finden Sie auf unserer Homepage unter Veranstaltungsdokumentation.
Berliner Werkstattgespräch der SozialethikerInnen
Christliche Friedensethik vor der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

Vom 25. bis 27. Februar 2013 trafen sich die Sozialethikerinnen und Sozialethiker des deutschsprachigen Raumes zu ihrem traditionellen Berliner Werkstattgespräch in der Katholischen Akademie. Inspiriert durch das 50-jährige Jubiläum der Enzyklika "Pacem in terris" widmeten sie sich der Thematik "Christliche Friedensethik vor den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts". Bereits in der Planung dieser Veranstaltung war das zebis durch die Mitarbeit von Frau Dr. Veronika Bock in der Vorbereitungsgruppe eingebunden.

Aus verschiedenen Perspektiven und Fachrichtungen beleuchteten die eingeladenen Referenten die modernen Herausforderungen einer christlichen Friedensethik. Ausgehend von einer Grundlegung christlicher Friedensethik diskutierten die ca. 50 Teilnehmer der Tagung verschiedene aktuelle Themenschwerpunkten. So wurde u.a. nach der Deutung von Gewalt und der Rolle von Religionen in gewaltsamen Konflikten gefragt. Die Zusammenhänge von Frieden und Recht bzw. von Frieden und Gerechtigkeit wurden ebenso thematisiert wie die Chancen und Grenzen einer Versöhnungsarbeit. Auch die Rolle der Bundeswehr in den "neuen Kriegen" sowie Veränderungsprozesse innerhalb der Bundeswehr durch Auslandseinsätze wurden in den Blick genommen und selbst ethisch stark kontroverse Themen wie bspw. das "targeted killing" oder die Diskussion um das absolute Folterverbot wurden nicht ausgepart.

Einen Höhepunkt der Veranstaltung markierte sicherlich die öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Responsibility to protect". Über den Schutz der Menschenrechte und militärische Einsätze als Problem globaler Politik debattierten Wolfgang Ischinger (Vorsitzender der Münchener Sicherheitskonferenz), Prof. Dr. Gerhard Beestermöller (ITHF) und Omid Nouripour (MdB - Bündnis 90/Die Grünen).

Dem Vorbereitungsteam - Dr. Veronika Bock (zebis), Ass.-Prof. Dr. Johannes J. Frühbauer (Universität Luzern), Prof. Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven (ITHF), Dr. Arnd Küppers (KSZ), Prof. Dr. Michael Reder (Hochschule für Philosophie Münschen) und Prof. Dr. Markus Vogt (LMU München) - gelang es, ein thematisch intensives Tagungsprogramm auf die Beine zu stellen. Angeregt durch diese Tagung wird auch das Berliner Werkstattgespräch 2014 eine friedensethische Thematik aufgreifen. Thema wird dann das aktuelle Problemfeld der Ressourcenkonflikte sein.


Friedensethischer Einführungskurs für Militärseelsorger
Wo steht christliche Friedensethik heute - 50 Jahre nach "Pacem in terris"?

"Option für die Armen" - Eintreten für die Entrechteten, die sich selbst nicht helfen können; das ist die große Vision der lateinamerikanischen Kirche. "Option für die Wehrlosen" - ist das nicht die Übersetzung dieses Leitprinzips in die Sicherheitspolitik Pwandas, Bosniens, des Kosovo, Somalias, Sri Lankas, Lybiens?

Seit der Veröffentlichung des Berichtes der International Commission on Intervention and State Sourvereignity hat die Idee der sogenannten "Responsibility to protect", der internationalen Schutzverantwortung, eine rasante Karriere durchlaufen. Stellt diese Entwicklung nicht ein "Zeichen der Zeit" dar, an das Christen mit ihrer Vorstellung von Solidarität anknüpfen müssten? Andererseits: Was gefährdet die fundamentalen Rechte von Wehrlosen mehr als Krieg? Wird hier nicht im Namen der Humanität die einzige Grenze, der Machtpolitik bisher gezogen wurde - die Souveränität der Staaten - unterlaufen?

Diesen April feierten wir den 50. Jahrestag der Verkündigung der Enzyklika Pacem in terris, die nach wie vor das zentrale weltkirchliche Dokument in Frage des Friedens darstellt. Es ist bis heute ein unübertroffener Gesamtentwurf aus Theologie und Ethik. Der friedensethische Einführungskurs fragt, welche Orientierungen in der Enzyklika für die oben gestellten aktuellen Fragen zu finden sind. Das Seminar dient jedoch nicht allein akademischen Fragen. Mit den Teilnehmern wird konkret auch an Konzepten und Unterrichtsentwürfen für die Praxis der Lebenskundlcihen Unterrichts in der Bundeswehr gearbeitet.


Die Anmeldung erfolgt über die Internetseite des zebis.
Die Teilnahme ist kostenlos.
zebis
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D-20459 Hamburg

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