[Bild: Aktuelle News von zebis!]
Symposium: „Neue Herausforderungen – alter Konflikt? Zwischen Mediziner- und Soldatenethos“

Unter diesem Titel veranstaltete das zebis in Kooperation mit der Sanitätsakademie der Bundeswehr und dem Fachzentrum ZH Militärmedizinethik Zürich einen Studientag. Maßgeblich war dabei das Leitbild des Sanitätsdienstes. Es verpflichtet zur Menschlichkeit und bietet den Soldaten ethische und rechtliche Orientierung. Beinahe 100 Teilnehmer sowie nationale und internationale Referenten beschäftigten sich mit aktuellen ethischen Fragen des Sanitätsdienstes in Form eines Symposiums an der Katholischen Akademie in München. Wie kann den komplexen Anforderungen im Alltag standgehalten und die Zusammenarbeit mit zivilen und militärischen Partnern international intensiviert werden? Wie gelingt es, mit medizinischen Entwicklungen wie Neuroenhancement (menschlicher Selbstoptimierung) umzugehen, die die Sanität schon gegenwärtig herausfordern? Diverse Arbeitsgruppen boten den Teilnehmern die Möglichkeit, direkt mit Praktikern und Wissenschaftlern in den Dialog zu treten. Angehörige des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Militärärzte und Militärseelsorger sorgten so für ein konstruktives Treffen. Weiter zur Dokumentation...

Erinnern an Auschwitz für eine gemeinsame Zukunft
Können Menschen aus der Geschichte lernen? Durchaus! Zum fünften Mal fand als Kooperation mit der Maximilian-Kolbe-Stiftung, dem zebis und dem Zentrum Innere Führung der internationale Workshop für Berufsoffiziere zum Umgang mit der gewaltbelasteten Vergangenheit von Auschwitz im Zentrum für Dialog und Gebet, Oswiecim (Polen) statt. Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des Dritten Reichs ist Auschwitz auch heute noch das Symbol für die Verbrechen der Nationalsozialisten. Dabei bleibt die traurige Frage relevant, wie es zu diesem System von Tätern und menschenverachtenden Verbrechen kommen konnte und wie den Opfern ein Leben danach möglich ist. Schwierige Fragen, die Raum und Zeit erfordern. Um die gewaltbelastete Vergangenheit aufzuarbeiten und für eine gemeinsame Zukunft zu lernen, reisten 24 Berufsoffiziere aus Polen, Frankreich und Deutschland nach Auschwitz. Die Gewaltverbrechen, das Zusammenwirken von Menschen, Staaten und politischen Systemen sowie die Vielschichtigkeit von Gewalterfahrungen machten deutlich, dass es keine einfachen Antworten gibt und es nach wie vor gemeinsamer Aufarbeitung bedarf. Weiter zur Dokumentation...

Meine Werte in der Krise – Seminare für Soldaten
„Aktion kaserne“, eine Initiative katholischer Jugendverbände, bietet in Kooperation mit dem zebis und der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke e.V. (aksb) Seminare zur ethischen Bildung von Soldaten der Mannschaftsdienstgrade an. Hierbei wird das Konzept des „Staatsbürgers in Uniform“ rechtlich, politisch und ethisch reflektiert. Auch das Thema „Fluchtbewegungen“ steht im Fokus. Diese haben vielfältige Ursachen und Konsequenzen – auch für Deutschland. Viele Soldaten wurden in der Flüchtlingshilfe eingesetzt und machen bis heute dabei ganz unterschiedliche Erfahrungen. Zwei Seminare für Mannschaftsdienstgrade fanden in diesem Jahr bereits im St. Jakobushaus in Goslar und im Kardinal-Döpfner-Haus in Freising statt. In der Feedbackrunde fasst eine Teilnehmerin lobend zusammen: „Die lange Anreise hat sich wirklich gelohnt. Das war ein Seminar nur für uns.“

Ethik in Zeiten von Terror und Gewalt – friedensethischer Vertiefungskurs
Die Ausbrüche von Gewalt im zurückliegenden Jahr zeigen, wie sehr der Terror inzwischen auch in Deutschland angekommen ist. Inwiefern sind Terrorakte auch gesellschaftlich begründet und wohin entwickelt sich dabei kirchliche Friedenslehre? Auch in diesem Jahr führte das zebis gemeinsam mit dem Institut für Theologie und Frieden (ithf) in Hamburg einen friedensethischen Vertiefungskurs zum Thema „Ethik in Zeiten von Terror und Gewalt“ durch. 23 Teilnehmer aus der katholischen und evangelischen Militärseelsorge, Polizeiseelsorge und Soldaten kamen aus Ländern wie Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Litauen, Niederlande, Österreich, Schweiz, Ukraine sowie dem ganzen Bundesgebiet und untersuchten die Grundlagen von Terror. Was genau sind die Quellen von Gewalt? Vorgestellt wurden politische Ursachen sowie Antworten auf Basis friedensethischer Grundlagentexte. Externe Experten und interne Referenten aus dem ithf und zebis erörterten in Arbeitsgruppen und Vorträgen Themen wie "Islam, Terror, terroristische Gruppen", "Die Schutzverantwortung als urkirchliches Anliegen" oder „Politische Beteiligung: wenn sie fehlt, droht Gewalt“. Weiter zur Dokumentation...

Ethische Bildung in der Bundeswehr – Besuch des 14. Beirats Innere Führung im zebis 
Wie muss ethische Bildung in den Streitkräften konzipiert sein und um welche Themen sollte es dabei gehen? Über diese Fragen diskutierte eine Delegation des 14. Beirats mit MitarbeiterInnen des zebis in Hamburg. Der Sprecher des Beirats Innere Führung und Leiter der Arbeitsgruppe „Ethisch-Politische Bildung“ Thomas Kossendey und andere Delegationsmitglieder. informierten sich über die Arbeit des zebis. Dr. Veronika Bock stellte die inhaltlichen Schwerpunkte und die unterschiedlichen Bildungsformate wie die Veranstaltungen und das internationale E-Journal „Ethik und Militär“ vor. Kristina Tonn und Heinrich Dierkes präsentierten das online-gestützte LKU-Didaktik-Portal und die Mediathek. Bei dem Treffen ging es um Grundsatzfragen: Welche didaktischen und inhaltlichen Standards braucht es im Lebenskundlichen Unterricht (LKU) in der Bundeswehr? Und wie wirkt sich die neue Arbeitszeitverordnung für Soldaten auf die politische und ethische Bildung in den Streitkräften aus? Diese und weitere spannende Fragen werden sicherlich auch beim nächsten Treffen im zebis von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Ethisch-Politische Bildung“ diskutiert werden.

Weitere Termine im zebis:
  • 08.12.2016 Treffen mit Mitgliedern des 14. Beirats Innere Führung zu Fragen ethisch-politischer Bildung
  • 12.-14.12.2016 Seminar für Mannschaftssoldaten: „Meine Werte in der (Flüchtlings-)Krise" im Haus Ohrbeck, Georgsmarienhütte (bei Osnabrück)
  • 15.05.2017 Veröffentlichung des nächsten internationalen E-Journals zum Thema: „Terror – die Profiteure der Angst“
  • 01.06.2017 Veranstaltung zum Thema „Auf dem Weg zur Generalinspekteurin?“ – Kooperation mit dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages und dem Zentrum Innere Führung in der Katholischen Akademie in Berlin

    Genaue Termin-Informationen finden Sie unter: www.zebis.eu/veranstaltungen/termine oder unter www.zebis.eu
zebis
Herrengraben 4
D-20459 Hamburg

Telefon: +49 (0) 40 - 67 08 59 - 55
Telefax: +49 (0) 40 - 67 08 59 - 30

E-Mail: info@zebis.eu
Internet: www.zebis.eu

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier abbestellen.